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Die Zeit für RFID ist reif

Anfang Juli traf sich die ECR Community Shrink & OSA Group bei Checkpoint Systems in Großbritannien.

--16.07.2018

Anfang Juli traf sich die ECR Community Shrink & OSA Group bei Checkpoint Systems in Großbritannien. Vertreter aus 15 großen Einzelhandelsunternehmen diskutierten in einem exklusiven Workshop über das Potenzial von RFID. Der Tag brachte vor allem Aufschluss darüber, wie sich Einzelhändler mit ihren Filialen einer Nutzung der Technologie nähern können und wie ein Business Case sinnvoll aufgesetzt werden kann.

Ein Blick in die Vergangenheit

RFID-Technologie gilt heute allgemein als der beste Weg, um das Bestandsmanagement im Einzelhandel zu verbessern und die Lagerbestände zu optimieren. Seit ihrer Einführung in den späten 1990er Jahren hat die Funktechnologie dennoch einige Höhen und Tiefen erlebt. In der Anfangszeit gab es vor allem Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes, der Kosten und wegen minderwertiger Etiketten. Auf der ECR-Tagung erklärte dazu Workshopleiter Prof. Adrian Beck: „Die Technologie war vor ihrer Zeit. Sie kam zu früh.”

Heute ist die Situation anders. Einige der der weltweit führenden Einzelhändler vertrauen der RFID-Technologie und setzen sie mit großem Erfolg ein. Die Bandbreite reicht dabei von relativ einfachen Systemen mit Soft-Tags und Handlesegeräten bis hin zu Overhead-Antennen und integrierten Lösungen für Distributionszentren. All diese Entwicklungen sind darauf zurückzuführen, dass Anbieter wie Checkpoint Systems standardisierte Frequenzen für RFID einführten und begonnen haben, Lösungen zu entwickeln, die vollständig skalierbar und einfach zu implementieren sind. Der „Proof of Concept“ liegt vor. In Zukunft geht es nun darum, die Investition zu schützen und sicherzustellen, dass sie auf Unternehmensebene funktioniert.

Business Case erstellen und loslegen

Während des Workshops konzentrierte sich Prof. Beck auf die Ergebnisse der neuesten RFID-Forschung der ECR-Gruppe. In dieser wurden die Erfahrungen von zehn großen Einzelhändlern wie John Lewis, Adidas, C&A, River Island und Tesco beleuchtet.

Prof. Beck erklärte, dass viele Einzelhändler dieselben Ziele verfolgten, wenn es um die Einführung eines RFID-Programms ginge:

  1. Umsatzsteigerung durch verbesserte Sichtbarkeit der Waren
  2. Verbesserung des Kundenerlebnisses
  3. Reduzierung der Lagerbestände vor Ort
  4. Einführung neuer Geschäftseffizienz
  5. Möglichkeit, ein Omni-Channel-Angebot zu liefern

Interessanterweise erklärte Prof. Beck, dass alle zehn Einzelhändler Soft Tags verwendeten, die bereits bei der Herstellung angebracht würden (Quellensicherung). Zudem setzten sie Handlesegeräte ein, um die Artikeldaten zu erfassen. Keiner der Einzelhändler hatte sein RFID-Projekt in der Lieferkette begonnen. Der Start erfolgte vielmehr in den Filialen, wo der ROI am einfachsten zu demonstrieren sei. Es wurde jedoch angemerkt, dass viele jetzt daran denken, die Technologie auch in die Lieferkette einzusetzen, um weitere Effizienzsteigerungen zu erzielen.

 

Erfolgsfaktoren für den Start mit RFID

Nach der Analyse der Forschung und der Diskussion der internen Hindernisse für RFID entwickelte die Gruppe fünf Kernpunkte, die Einzelhändler beim Start eines RFID-Projekts beachten sollten:

  1. Wählen Sie einen Unternehmensleiter. Diese Person ist innerhalb des Unternehmens für die Verfügbarkeit im Lager oder die Integrität der Lagerbestände verantwortlich.
  2. Binden Sie Geschäftspartner mit ein. Stellen Sie sicher, dass sie über den Nutzen von RFID informiert sind und wissen, wie die Technik das Geschäft unterstützen kann.
  3. Setzen Sie ein Pilotprojekt auf (mit bis zu drei Filialen). Im Rahmen dessen können Sie darlegen, dass das Konzept für Ihr Unternehmen funktioniert.
  4. Nutzen Sie externe Unterstützung. Sprechen Sie mit Beratern, Technologieanbietern und anderen Einzelhändlern, um sicherzugehen, dass Sie sich einem Pilotprojekt ideal nähern.
  5. Wählen Sie Ihre Technologie. Neben zuverlässigen RFID-Etiketten benötigen Sie Lieferanten, die über skalierbare Technologien verfügen und Sie auf dem Weg zur RFID-Nutzung begleiten und unterstützen.

 

Die vier wichtigsten Ergebnisse des Workshops

  1. Um Investitionen in RFID zu sichern, wird in der Regel ein Bottom-up-Ansatz verfolgt. Dabei versuchen die operativen Teams, das Management (C-Level) zu überzeugen. Viele der heutigen Budgetträger waren jedoch in operativen Funktionen tätig, als RFID in den 90er- und Nuller-Jahren hinter den Erwartungen blieb. Einige haben deshalb immer noch Bedenken hinsichtlich der Technologie. Wenn aber große Einzelhändler beginnen, die Früchte zu ernten, wird es unweigerlich zu einem Top-Down-Push kommen, um RFID in das Geschäft zu bringen. Darauf müssen die Teams vorbereitet sein.
     

  2. RFID muss nicht komplex sein. Eine Testversion sollte einfach zu implementieren sein. Ausgewählte Stores können Tags mit Handlesegeräten scannen. Das reicht aus, um den ROI nachzuweisen. Die Einzelhändler werden dann ihre Bestandsgenauigkeit von 65 bis 75 Prozent auf 93 bis 99 Prozent steigern können. Der Anteil an Waren, die nicht im Regal, aber auf Lager sind, kann von 15 bis 20 Prozent auf etwa 2 Prozent sinken.
     
  3. Trotz all seiner positiven Aspekte kann RFID keine schlechten Prozesse oder schlechte Compliance beheben. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Mitarbeiter in das Programm einzubinden. Das Personal muss verstehen, dass der Lagerbestand eingescannt werden muss, wenn er zwischen den Filialen transferiert wird. Ein solches Verständnis ist das Minimum, um sicherzustellen, dass Sie von der Technologie profitieren können.
     
  4. Die Technologie ermöglicht Einzelhändlern, genau zu überwachen, was in ihrer Filiale passiert. RFID ermöglicht Transparenz über den Erfolg von Verkaufsaktionen und Marketingkampagnen. Außerdem gewinnen die Mitarbeiter im Geschäft mehr Zeit für ihre Tätigkeiten auf der Verkaufsfläche, in der Kundenberatung oder bei der Prävention von Ladendiebstahl.

>> Der ganze ECR Bericht zum Download. http://bit.ly/2m9Plo5

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